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Geld ausgeben - Konsum
Werbung für Produkte (3/3)



Größere Anschaffungen wie z. B. ein Autokauf sind dagegen deutlich schwieriger. Man weiß nie, ob man das Optimum herausgeholt hat, denn der Informationsvorsprung des Anbieters ist einfach zu groß. Die wirkliche Produktbeschaffenheit kennt nur der Verkäufer und der wiederum weiß, dass der Käufer diese nicht kennt. Es gibt aber einen Ausweg. Versuchen Sie mit dem Händler eine langfristige Beziehung aufzubauen. Gehen Sie zu einem Anbieter, bei dem Sie schon lange Kunde sind.

Falls dieser nicht vorhanden ist, machen Sie dem Händler klar, dass der gesamte zukünftige Bedarf bei ihm gedeckt werden soll. Es steigt schlagartig das Interesse, Sie fair zu behandeln. Wenn Sie dann auch noch mit dem Produkt verbundene Dienstleistungen bei „Ihrem“ Händler ordern, steht einem fairen Interessensausgleich nichts mehr im Wege.

Bei den kleineren Käufen hilft ein bisschen Psychologie. Wissenschaftler sprechen dabei vom Preisgünstigkeitsurteil. Das kann entscheidend für das Geschäft sein, denn mit keinem anderen Instrument lassen sich Kunden so leicht beeinflussen wie mit der Preispolitik. Scheinbar billig ist nicht immer objektiv billig. Wie lässt sich ein subjektiv billiger Eindruck erwecken? Der Neuner-Trick funktioniert immer noch. Genau deshalb kostet eine Tafel Schokolade nicht 40 und nicht 50 Cent sondern genau 49 Cent.

Bei Tests wurde herausgefunden, dass Preise mit einer „9“ am Ende den Probanden am billigsten erschienen, obwohl objektiv keine Testreihe teurer oder billiger war als eine andere. Die Befragten nahmen dies aber anders wahr. Es gibt noch einige andere bekannte Tricks. Sie können davon ausgehen, dass die Händler diese Preisstrategien kennen und auch nutzen. Gerade „x,99“er Preise haben sich in objektiven Vergleichen dabei als besonders teuer herausgestellt.

Zu guter Letzt noch eine kleine Checkliste für die laufenden Ausgaben. Hier sind Bereiche aufgezählt, in denen sich das Geld oft unbemerkt verflüchtigt. Abhilfe ist natürlich auch dabei:

1.    Wasser
Im Durchschnitt verbraucht jeder etwa 10 Liter Trinkwasser am Tag. In der Toilette lässt sich der Wasserverbrauch durch eine Stopp-Taste deutlich verringern. Ähnlich funktioniert das beim Duschen und bei den Wasserhähnen. Diese begrenzen unbemerkt den Durchlauf, ohne dass auf Komfort verzichtet wird. Damit kann man etwa 200 Euro im Jahr sparen.

2.    Versicherungen
Die meisten Deutschen haben zu viele Versicherungen und diese sind oft noch zu teuer. Versichert werden sollten nur existenzbedrohende Risiken wie z. B. die „Risiko – Leben“, die Haftpflicht (Auto und privat), der Hausrat und die Berufsunfähigkeit. Alles andere ist meist teuere Kür. Man sollte regelmäßig seine Verträge überprüfen, ob es günstigere Anbieter gibt. Das Internet hilft dabei. Einen noch einfacheren Weg bietet aber die Zahlungsweise. Wer die Beiträge nur einmal jährlich überweist spart im Schnitt 5 % der Zahlungen. Hier können mehr als 100 Euro jährliche Ersparnis erreicht werden.

3.    Strom
Es hat sich leider eingebürgert, viele elektrische Geräte auf Stand-by stehen zu lassen. Das kostet viel Strom, denn in der Regel geschieht dies nicht nur mit dem Fernseher, sondern auch mit Computer, HiFi-Anlage, Monitor, Drucker, Anrufbeantworter und Videorecorder. Besonders ärgerlich ist es, dass man manche Geräte gar nicht abschalten kann. In einem solchen Fall hilft nur, die Geräte an eine abschaltbare Mehrfachsteckdose anzuschließen und die Abschaltmöglichkeit ausgiebig zu nutzen. Eine weitere gute Variante sind Energiesparlampen. Auch hier sind 100 Euro weniger pro Jahr erreichbar.

4.    Banken
Immer mehr Banken bieten Girokonten mit Kreditkarte gratis an. Dies sind vor allem kleinere Institute und Direktbanken. Aber Achtung: Oft muss ein Mindestgeldeingang monatlich vorhanden sein, sonst wird es teuer. Teuer kann es auch werden wenn der Kunde nur an wenigen Geldautomaten gebührenfrei Geld abheben kann. Am besten ist die Lösung, eine Direktbank zu wählen, die eine Kooperation mit einer der Großbanken unterhält, damit der Kunde immer günstig an sein Geld („Geldautomatenverbreitung“) kommt. Bei den Großbanken kosten Girokonten etwa 100 Euro jährlich, die nicht sein müssen.

5.    Elektrogeräte
Um Preisvergleiche im Internet kommt niemand herum, der beim Einkauf sparen will. Die Ersparnisse können bis zu 30 % gegenüber den unverbindlichen Preisempfehlungen der Hersteller betragen. Dies trifft z. B. zu wenn es um die Anschaffung einer neuen Waschmaschine, einer Digitalkamera oder eines DVD-Recorders geht. Über eine Preissuchmaschine (guenstiger.de, idealo.de, geizkragen.de und andere) ermittelt man schnell und einfach den günstigsten Anbieter für dieses Produkt. Beim Kauf einer Waschmaschine kann man schnell 250 Euro sparen. Wir setzen die jährliche Ersparnis bei 100 Euro an, denn die Waschmaschine kauft man nicht jedes Jahr.

7.    Fernsehen
Die meisten Deutschen bekommen das Fernsehprogramm über das Kabel ins Haus geliefert. Das ist zuverlässig, bequem und – teuer. Ein Kabelanschluss kostet im Schnitt 15 Euro pro Monat, also 180 Euro im Jahr, die immer wieder anfallen. Es geht preiswerter und sogar besser. Die erste Möglichkeit ist das neue DVB-T, das terrestrische Digitalfernsehen. Mit einem DVB-T-Empfänger und Antenne empfangen Sie kostenfrei 24 Programme. Das ist zwar weniger als im Kabel, aber alle „großen“ Fernsehsender sind dabei.
Die andere noch bessere Variante ist ein digitaler Satellitenempfänger. Hier empfangen Sie kostenfrei bis zu 500 weltweite Fernsehprogramme. Dabei sind so gut wie alle deutschsprachigen Programme (also auch aus der Schweiz und Österreich) enthalten. Das sollte auch für ausgesprochene Fernsehjunkies ausreichen. Nach Abzug der Anschaffungskosten für die Receiver bleiben 100 Euro Einsparung.

8.    Rabatte
Kundenkarten, vor allem die Karten an denen sich viele Partnerfirmen beteiligen, sind bequem. Diese passen in jeden Geldbeutel und sie müssen nur an der Kasse gezückt werden. Oft kommen noch zusätzlich Rabatte durch Coupons zusammen. Aber Vorsicht, diese Coupons nur einsetzen, wenn die Anschaffung unabhängig vom Coupon vorgesehen war. Nie sollte man sich bei der Festlegung seines Bedarfs durch Rabatt- und Werbeaktionen beeinflussen lassen. Summa summarum kommt man auf etwa 100 Euro jährliche Einsparung.

In der Endabrechnung bringen alle diese Vorschläge Euro 1.000,00 im Jahr, ohne dass Einschränkungen nötig sind. Mindestens die 1.000 Euro des ersten Jahres sollten Sie aber nicht einfach konsumieren, sondern anlegen. Bei einer jährlichen Rendite von 20 % (z. B. mit dem Finanzwissen – Börsenbriefen) werden daraus in 20 Jahren Euro 38.337,60. Nochmal 10 Jahre weiter sind es sogar Euro 237.376,31!! Dieser Betrag hilft schon ein wenig, um die private Altersvorsorge sicherer zu machen.

 

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Börsenbrief  für den DAX,
Gold, Silber und Rohstoffe

 

 Gewinnentwicklung 

Wertentwicklung Börsenbrief für DAX, Gold, Silber und Rohstoffe

 

Börsenbrief mit
folgender Gewinnentwicklung:

  seit 01.04.2006      124,72%
  01.04. - 31.12.06      20,04 %
  01.01. - 31.12.07      28,33 %
  01.01. - 31.12.08     -15,73 %
  01.01. - 31.12.09      30,59 %
  01.01. - 31.12.10      61,14 %
  01.01. - 31.12.11        7,95
%
  01.01. - 31.12.12        0,00
%

  01.01. - 31.12.13     -31,67 %
  01.01. - 31.12.14        1,31 %
    01.01. -  heute            9,93 %        

 


 

Aus 1.000,00 Euro

Anfangskapital
am 01. April 2006

wurden

bis zum 06. Februar 2015

2.247,15 Euro. 

 

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