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Versicherungen
Umgang mit Assekuranzen (2/3)



Was für die Banken viele Transaktionen und hohe Gebühren sind, das ist für die Versicherungen die Intransparenz. Kapital-Lebens-Versicherungen legen die Beiträge ihrer Kunden nach Abzug der Kosten z. B. in Aktien und Immobilien an. In der Bilanz stehen diese Positionen mit dem Kaufpreis. Wertsteigerungen werden nicht ausgewiesen und gelten als sogenannte stille Reserven.

Als Kunde kann man zwar davon auch profitieren, aber in welchem Maße entscheidet nur das Management der Assekuranzen. Was dem Kunden aus den stillen Reserven, die mit Kundengeldern ermöglicht wurden, zugestanden wird, entzieht sich jeder Kontrolle. Selbst die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) überprüft dies nicht.

Ein Beispiel: Eine der Assekuranzen mit Sitz in Düsseldorf residiert in einem futuristischen Verwaltungspalast unweit der Königsallee und in bester Rheinlage. Auch die Bilanzergebnisse können sich sehen lassen. Trotzdem bekommen die Kunden bei der Gewinnbeteiligung nur unterstes Marktniveau, nämlich etwa 3 %. Woher das Geld für die repräsentativen Verwaltungssitze kommt ist klar. Hauptsächlich werden Verwaltungsgebäude aus den Beiträgen der Versicherten, also der Kunden, finanziert.

Ein weiteres Beispiel für Intransparenz: Es existieren in Deutschland etwa 27 Millionen Verträge für eine Unfall-Versicherung, die den Versicherungen jährliche Einnahmen in Höhe von etwa Euro 4,5 Milliarden erbringen. Es gibt aber keine Angaben dazu, wie hoch die Versicherungsleistungen, also die Auszahlungen dieser Sparte sind.

Es kommt noch besser. Einige Versicherungen führten und führen Umstrukturierungen durch. Oft wird eine Tochtergesellschaft gegründet, welcher der gesamte Bestand an Verträgen übertragen wird. Die Versicherung selbst fungiert als übergeordnete Holding. Ein Nebeneffekt ist, dass die in den Immobilien und Wertpapieren enthaltenen stillen Reserven in der Holding verbleiben und dem Zugriff der Tochtergesellschaft entzogen werden.

Sie können selber nachschauen, wie viele bekannte Versicherungsmarken, häufig Versicherungsvereine auf Gegenseitigkeit (VVaG), heute als Töchter von privatwirtschaftlichen Holdings agieren müssen (http://de.wikipedia.org/wiki/Versicherungsverein_auf_Gegenseitigkeit). Bei einem Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit sind in der Regel die Versicherungsnehmer, also die Kunden, Mitglieder und damit Träger zugleich.

Bei der Holding, meistens eine AG, haben dagegen die Aktionäre das Sagen.
Das Geld fließt bei diesen Transaktionen praktisch aus der Kasse der Versicherten in die Taschen der Aktionäre. Die können sich darüber auch nicht wirklich freuen, denn den Verteilungskampf um das Geld zwischen Aktionären und Management hat in der Regel das Management gewonnen.

Dies zeigt sich durch die Gehaltssteigerungen der obersten Angestellten börsennotierter Gesellschaften in den letzten Jahren, trotz häufig dürftiger Entwicklung der Aktienkurse. Den direkten Zugriff auf das Versicherungsvermögen hat nun das Management der Versicherungskonzerne...

 

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Börsenbrief  für den DAX,
Gold, Silber und Rohstoffe

 

 Gewinnentwicklung 

Wertentwicklung Börsenbrief für DAX, Gold, Silber und Rohstoffe

 

Börsenbrief mit
folgender Gewinnentwicklung:

  seit 01.04.2006      124,72%
  01.04. - 31.12.06      20,04 %
  01.01. - 31.12.07      28,33 %
  01.01. - 31.12.08     -15,73 %
  01.01. - 31.12.09      30,59 %
  01.01. - 31.12.10      61,14 %
  01.01. - 31.12.11        7,95
%
  01.01. - 31.12.12        0,00
%

  01.01. - 31.12.13     -31,67 %
  01.01. - 31.12.14        1,31 %
    01.01. -  heute            9,93 %        

 


 

Aus 1.000,00 Euro

Anfangskapital
am 01. April 2006

wurden

bis zum 06. Februar 2015

2.247,15 Euro. 

 

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