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Versicherungen
Umgang mit Assekuranzen (1/3)
Die Versicherungen bieten alle möglichen Policen an, man kann sich also so ziemlich gegen alles versichern. Die Frage stellt sich, ob das für einen Kunden auch sinnvoll ist. Eigentlich bedeutet Versicherung, dass man sich gegen existenzbedrohende Risiken schützen kann.
Für welche Risiken wird eine Versicherung benötigt, was bedroht die Existenz? Fehlendes Einkommen bedroht die Existenz, also Krankheit und Tod. Genauso wird die Existenz bedroht, wenn andere berechtigte finanzielle Forderungen stellen, weil man ihnen unbeabsichtigterweise Schaden zufügte. Diese Risiken müssen abgesichert werden, aber keine weiteren. Dies führt zu folgenden notwendigen Versicherungen:
• Privathaftpflicht-Versicherung
• Autohaftpflicht-Versicherung
• Berufshaftpflicht-Versicherung
(falls nicht automatisch über eine Berufsgenossenschaft gedeckt)
• Hausrat-Versicherung
• Berufsunfähigkeits-Versicherung
• Risiko-Lebens-Versicherung
• Kranken-Versicherung
Alles andere sind in der Regel keine existenzbedrohenden Risiken. Denn auch hier gilt die Regel aus Kapitel 3 „Geld ausgeben – Konsum“: Notieren Sie sich alles, was Sie „wirklich“ benötigen und halten Sie sich beim Einkauf stur daran.
Auf gut deutsch: „Ich kauf’ nur, was ich brauch’“. Gute Beispiele für überflüssige Versicherungen sind zum Beispiel Versicherungen gegen Glasbruch, gegen einen möglichen Einsatz von Schlüsseldiensten, weil die Haustür zugefallen ist und sehr beliebt, die Unfall-Versicherung. Diese Versicherung zählt zu den Goldeseln der Versicherungswirtschaft, denn sie ist leicht zu verkaufen und wird selten in Anspruch genommen.
Das ist kein Wunder, denn die meisten Risiken, gegen die Unfall-Versicherung schützt, sind durch andere Versicherungen schon abgedeckt. Die Berufsunfähigkeit wird mit einer eigenen Versicherung gedeckt, da dieser Fall auch durch Krankheit eintreten kann. Für die Behandlung nach dem Unfall kommt die Kranken-Versicherung auf, für Verkehrstote die Haftpflicht und die Hinterbliebenen versorgt die Risiko-Lebens-Versicherung.
Auch sogenannte „Rund-um-sorglos-Pakete“ sind meistens überflüssig. Dies beinhaltet eine Kombination aus Reisehaftpflicht-, Reiseunfall-, Reisegepäck-, und Reiserücktrittkosten-Versicherung. Meistens sind die genannten Risiken bereits durch andere Versicherungen abgedeckt. Dazu kommt noch, dass die Anbieter die Haftung so sehr einschränken, dass Leistungen nur sehr selten in Anspruch genommen werden können...

