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Finanzwissen für Privatanleger
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Umgang mit Banken
 und Kreditinstitute (3/3)



Die schlichte Erkenntnis, dass systematisches Vorgehen in der Regel wichtiger als die besten Konditionen ist, hat in vielen Banken allerdings zu erstaunlichen Veränderungen geführt. Die Geldinstitute haben viel Geld in die „ganzheitliche“ Planung des Vermögens gesteckt, weil sie die Hoffnung hegen, auf diese Weise ihr Image als parteiliche Produktverkäufer hinter sich lassen zu können.

Im Mittelpunkt stehen, so lautet die neue Zielrichtung, nicht mehr Produkte, sondern Konzepte und Strategien, wie Fragen des Vermögen ganzheitlich gelöst werden können. Von diesem Virus sind aber nicht nur Banken und Versicherungen, sondern auch Finanzberater und Vermittler aller Schattierungen befallen. Sie hoffen, damit mehr Erfolg zu haben.

Trotz der lobenswerten Ziele ist die ganzheitliche Finanzplanung eine heikle Angelegenheit. Sie ist auf der einen Seite bittere Notwendigkeit, weil nur eine umfassende, zielgerichtete und langfristige Vermögensplanung zu brauchbaren Entscheidungen führt. Doch der Blick hinter die Kulissen zeigt, dass die Dienstleistung meistens neuer Wein in alten Schläuchen ist.

Geändert hat sich letztendlich nur die Verpackung. Jeder gibt dem Kind einen neuen, wohlklingenden Namen. Englisch wird dabei bevorzugt: Financial Planning, Private Banking oder Wealth Management.

Genauso wird aus vielen Dienstleistungen irgendeine Form von Management. Dabei sind diese oft von einfacher Natur. Da ist vom Vermögensmanagement die Rede, weil sich das besser als Vermögensverwaltung anhört, und andere Berater bieten Risk Management an, weil sie auf diese Weise das hässliche Wort von der Versicherung nicht mehr verwenden müssen.

Dieser Umgang mit Ehrfurcht heischenden Begriffen und Titeln hat in Deutschland lange Tradition. Das ändert aber nichts an der Tatsache, dass es immer um den Absatz irgendwelcher Finanzprodukte geht, und daran hat sich auch heute wenig geändert. Jetzt tragen die Verkäufer englische Namen wie Financial Consultant, Master of Financial Consulting, Financial Advisor, Financial Planner, Certified Financial Planner, doch auf die nüchterne Frage, wovon die Menschen leben, bleiben diese "Angelsachsen" viele Antworten schuldig. Dabei ist die Sache ganz einfach.

Die private Finanzplanung ist, so wie sie zurzeit in Deutschland angeboten wird, in der Regel eine Mischung aus Beratung und Vermittlung. Die Finanzplaner liefern kostenlos oder gegen geringe Honorare "neutrale Vermögenspläne" und kommen erst durch die Vermittlung provisionsträchtiger Verträge auf ihre Kosten.

Die gemischte Vergütung ist aber, um es dezent auszudrücken, fragwürdiger Etikettenschwindel, weil die meisten Privatleute das Spiel nicht durchschauen und in dem Glauben leben, von einem neutralen Experten beraten zu werden. Damit wird deutlich, dass die private Finanzplanung durch Vermittler eine zweischneidige Sache ist. Die Anleger begeben sich in große Gefahr, wenn sie an Verkäufer geraten, die ihr eigenes Wohl verfolgen und Produkte verkaufen, die dem Kunden nichts nützen.

So etwas müssen Sie sich als Privatanleger nicht antun. Sie finanzieren dann nämlich Verwaltung, Personal, Repräsentation der Banken und anderer Finanzvertriebe mit, ohne dass es Ihnen als Kunde etwas nützen würde. Die Millionengehälter der Vorstände sind darüber hinaus besonders ärgerlich, wenn diese die Arbeitszeit teilweise im Gerichtssaal als Angeklagter verbringen müssen.

Was haben Sie als Kunde davon, dass Ihre Bank den schönsten und höchsten Turm in Frankfurt besitzt, in jeder Großstadt beste Immobilien in Innenstadtlage ihr Eigen nennt oder ein neues repräsentatives Bürogebäude errichtet hat. Hat dies irgendeinen Nutzen für Sie als Kunde?

Jeder Kunde einer Bank sollte sich die Frage stellen, wie viel Repräsentation er durch seine Gebühren mitfinanzieren will. Am besten ist die Lösung, eine Direktbank zu wählen, die eine Kooperation mit einer der großen Banken unterhält, damit der Kunde genügend Geldautomaten vorfindet.

 

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