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Umgang mit Banken
 und Kreditinstitute (2/3)



Mehr noch, manchmal werden von den Banken unzulässig Gebühren erhoben. Die Verbraucherzentrale in Baden-Württemberg hat im Jahr 2005 14 Banken wegen unrechtmäßiger Gebühren abgemahnt. Gebühren für Rücklastschriften, die durch mangelnde Deckung von Überweisungen und Daueraufträgen entstehen, sind nicht zulässig. Auch die Übertragung von Wertpapierdepots, Kontoauszüge, Kontoauflösungen, EU-Überweisungen unter Euro 12.500,00, Freistellungsaufträge für das Finanzamt, Bareinzahlungen auf das eigene Konto und Auszahlungen am Schalter sind kostenfrei.

Auf der anderen Seite bieten die Banken einen schlechten Service. Die Öffnungszeiten der Bank Crédit Lyonnais in Frankreich reichen an sechs Wochentagen von morgens acht Uhr bis abends um 19:30 Uhr. Davon träumen Kunden von Banken in Deutschland.

Die Investmentfonds und ihre Kosten waren schon Thema in Kapitel 6 „Kunde und Finanzvertrieb – Principal-Agent-Problem“. Die Banken und ihre Fondsgesellschaften verdienen nicht an der Rendite, sie verdienen an den Provisionen. Hinzu kommt, dass ein Fonds, der in der Vergangenheit überdurchschnittliche Ergebnisse erzielt hat, dies in der Zukunft keineswegs tun muss. Die Situation an den Finanzmärkten ändert sich laufend. Zusätzlich kann das Personal im Fondsmanagement wechseln. Es ist sogar im Gegenteil häufig so, dass Fonds mit guten Ergebnissen in der Zukunft oft schlechter abschneiden. Denn diese müssen hohe Kapitalzuflüsse verbuchen. Dieses hinzugekommene Vermögen muss aber entsprechend den Fondsregeln in Aktien, Anleihen usw. oder nur sogar in Teilbereichen angelegt werden, obwohl oft gar keine Werte mit hoher Rendite zu kaufen sind. Das Fondsvolumen wird zu groß und die Rendite sinkt.

Ein weiterer Fallstrick ist die sogenannte BVI-Methode. Das ist ein Verfahren zur Berechnung der Wertentwicklung eines Investmentfonds während eines Betrachtungszeitraumes. Dabei wird angenommen, dass das eingesetzte Kapital hundertprozentig zur Anlage kommt und somit bestimmte Einflussfaktoren wie z. B. Ausgabeaufschlag, Rücknahmespesen, Depotgebühren oder Kontoführungsgebühren nicht berücksichtigt werden. In der Realität müssen Sie natürlich diese Zusatzkosten bezahlen. Lassen Sie sich also nicht von Bruttorenditen blenden, rechnen Sie die Nettorendite aus.

Dass das einstmals so hoch gelobte Bankgeheimnis wenig wert ist, zeigte sich durch die Zugriffe der Steuerfahndung auf die Konten von Kunden verschiedener Bank. Wenn es eng wird, trachten die Verantwortlichen in den Geldinstituten nur noch danach, die eigene Haut zu retten. Tausende vertrauensseliger Kunden der Banken, die dachten, durch einfache Überweisung ins Ausland könne man Zinsgewinne vor dem Finanzamt verstecken, mussten die ernüchternde Erfahrung machen, dass die Bank ihnen nicht im geringsten half.

Tests von unabhängigen Institutionen ergeben immer wieder, dass die Beratungsqualität der Banken und Sparkassen sehr zu wünschen übrig lässt. Nicht der maximale Nutzen für den Kunden ist das vorrangige Ziel vieler Mitarbeiter der Banken, sondern die Maximierung des eigenen Verdienstes. Klar, dass dann vor allem hauseigene Produkte im Depot des Kunden landen.

Seit über zehn Jahren verpflichtet das Wertpapierhandelsgesetz die Banken, sich über die Vermögensverhältnisse und die Sparziele der Kunden genau zu informieren, bevor sie Empfehlungen bei der Geldanlage aussprechen. Trotzdem lässt die Qualität der Beratung oft zu wünschen übrig.

Nach Berechnungen des BKA in Wiesbaden beträgt der Schaden durch inkompetente und betrügerische Anlageberater jährlich etwa 20 Milliarden Euro. Die häufigsten Fehler der Banken sind: Die Berater kümmern sich ungenügend um die individuellen Bedürfnisse der Kunden und klären nur selten vollständig und richtig über Renditen, Risiken, Kosten und Kursschwankungen auf. An- und Verkaufskosten werden selten angesprochen, die genaue Höhe noch seltener genannt.

Vornehmlich versuchen die oft uninformierten und unter Zeitdruck stehenden Angestellten der Banken den Kunden jene Produkte zu vermarkten, zu deren Verkauf sie von ihren Vorgesetzten verpflichtet wurden. Mehr Informationen hierzu findet man in den leicht zu lesenden Büchern von Günter Ogger „Das Kartell der Kassierer“ und „Der Börsenschwindel“...

 

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