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Finanzwissen für Privatanleger
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Geld anlegen – Geldanlagen
an der Börse (2/4)



Um nun erfolgreich eine hohe Rendite erzielen zu können, benötigen Sie eine Strategie. Alles sonstige Agieren an der Börse ist Glücksspiel oder sind Wetten. Es gibt eine Unzahl Strategien, von denen wir einige hier aufgelistet haben:

  •    Buy and Hold (Kaufen und Halten)
  •    Stock-Picking mit Value-Ansatz
        (Herausgreifen und Kauf unterbewerteter Aktien)
  •    Strategie mit gleitenden Durchschnitten
  •    Momentum-Strategie
  •    Trendfolge-Strategie
  •    Antizyklische Strategie

Alle diese Strategien (außer Buy and Hold) haben einen Nachteil. Sie benötigen ein System, um die Strategie umsetzen zu können. Bei Stock-Picking z. B. müssen Sie Bilanzen lesen und bewerten können. Können Sie Bilanzen lesen? Auch amerikanische? Kennen Sie die Unterschiede zwischen den Bilanzierungsmethoden HGB, IAS, IFRS und US-GAAP? Für wie viele Unternehmen wollen Sie sich diese Arbeit antun?

Trotz des hohen Aufwandes ist diese Methode mit hohem Risiko verbunden. Auch die Bilanzen von Enron und Comroad waren von Wirtschaftsprüfern testiert und doch Betrügereien. Selbst bei der Deutschen Telekom AG gab es jahrelang milliardenschwere Meinungsverschiedenheiten in der Immobilienbewertung, für die sich sogar die Justiz interessierte. Dies hatte natürlich Auswirkung auf den Gewinn und den Buchwert des Unternehmens. Es bleibt festzustellen, dass Sie als außenstehender Privatanleger zu spät oder gar nicht an die kursrelevanten Informationen gelangen.

Sie brauchen auch genaue Kriterien, wann die Aktie unterbewertet ist und wann Sie wie viel Kapital investieren wollen. Der Aufbau eines Systems für die Strategieumsetzung und die Datensuche über einzelne Wertpapiere verursacht einen hohen Arbeitsaufwand, der einem zweiten Job gleichkommt.

Dazu kommt noch, dass Sie sich emotional an die selbst ausgewählten Aktien binden. Jedes Mal, wenn Sie sich dabei ertappen, an der Börse zu hoffen, weil Sie in ein Wertpapier „verliebt“ sind, stehen die Chancen, dass Sie falsch liegen, sehr hoch.

Leider ist die Hoffnung im Geschäft mit Geldanlagen ein sicherer Weg, Geld zu verlieren. Dies ist zwar gegen die menschliche Intuition, aber leider wahr. Hoffnung führt dazu, dass Sie ein Wertpapier behalten, welches im Kurs fällt. Die Hoffnung hält Sie davon ab, einen kleinen Verlust zu realisieren, und sie erlaubt stattdessen, dass sich dieser kleine Verlust zu einem großen Verlust entwickelt.

Eine der ersten Regeln beim Investieren ist: “Machen Sie keine großen Verluste“. Dafür müssen Sie aber bereit sein, einen kleinen Verlust in Kauf zu nehmen. Einzelne Aktien können sich sehr lange entgegengesetzt zu den Fundamentaldaten entwickeln. Wenn die Börse in einem Bärenmarkt (fallende Kurse) ist und Sie behalten Ihre gesamten Aktien in der Hoffnung, dass das, was Sie sehen, nicht wirklich geschieht - willkommen in der Armut. In dieser Situation wird all Ihr Hoffen Sie weder retten noch dazu führen, dass Sie auch nur einen Cent verdienen.

In der Tat ist die Hoffnung in dieser Situation der Teufel, der Sie anhält, ruhig zu bleiben, während Ihr Aktienportfolio den Abfluss hinunter gespült wird. An der Börse müssen Sie Hoffnung vermeiden. Vergessen Sie die Sirene „Hoffnung“, halten Sie sich stattdessen an die kalte, klare Wirklichkeit. John Maynard Keynes, ein berühmter Wirtschaftswissenschaftler, der selbst viel an der Börse spekulierte, sagte einmal nach einem großen Verlust: „Die Märkte können länger irrational sein, als wir liquide (zahlungsfähig) sind.“

Einzig die Buy-and-Hold-Strategie führt zu relativ wenig Aufwand. Aber auch hier müssen Sie die Wertpapiere, die Sie kaufen wollen, nach irgendwelchen Kriterien heraussuchen. Gerade bei Einzelaktien und einer langfristigen Anlage ist das Risiko sehr hoch oder hätten Sie gedacht, dass General Motors mal in die Nähe einer Insolvenz kommen? Wenn Sie Ihr Geld auf mehrere Anlageklassen verteilen, werden Sie eine Rendite erhalten, die nur der Durchschnitt aller dieser Klassen darstellt. Dann können Sie auch gleich den Index als Zertifikat kaufen.

Eine andere Möglichkeit wäre der Kauf von Fondsanteilen. Da gibt es leider falsche Vorstellungen von Fonds. Zum Beispiel: Der Fondsmanager versucht in jeder Situation, das Beste für den Anleger herauszuholen. Das ist falsch. Die meisten Fondsmanager sehen es zwar als vorrangiges Ziel an, besser abzuschneiden als ein repräsentativer Vergleichsindex.

Orientiert sich beispielsweise der Manager eines Aktienfonds am DAX und verliert der Index innerhalb eines Jahres 40 Prozent an Wert, so gilt ein Minus von nur 35 Prozent bereits als Erfolg. Oft sind dabei dem Manager die Hände gebunden, weil die Fondsregeln z. B. besagen können, dass mindestens 80 % des Kapitals in Aktien investiert sein muss. Diese Regel gilt auch in einem Bärenmarkt (fallende Kurse). Hilft Ihnen als Anleger ein solcher „Erfolg“ von minus 35 %?

Die meisten aktiv gemanagten Fonds entwickeln sich also langfristig schlechter als der Index, den sie zu schlagen versuchen. Das liegt nicht nur an den Mehraufwendungen für die Fondsmanager und das Research der Wertpapiere, sondern auch an hohen Verwaltungs- und Transaktionskosten. Für die Umschichtung von Wertpapierpositionen schlagen diese zu Buche und schmälern dadurch die Rendite. Fonds sind also sehr teuer.

Fünf Prozent Ausgabeaufschlag sind sofort weg, dazu kommen laufende Gebühren. Die an sich gute Idee von Fonds, nämlich Kapitalsammlung und Risikostreuung, wird vollends pervertiert, wenn man weiß, dass es im Herbst 2000 an den deutschen Börsen rund 900 Aktien gehandelt wurden. Zur selben Zeit konnten die Anleger unter 1.500 Investmentfonds auswählen, die in diese Aktien in Deutschland investierten...

 

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Börsenbrief  für den DAX,
Gold, Silber und Rohstoffe

 

 Gewinnentwicklung 

Wertentwicklung Börsenbrief für DAX, Gold, Silber und Rohstoffe

 

Börsenbrief mit
folgender Gewinnentwicklung:

  seit 01.04.2006      124,72%
  01.04. - 31.12.06      20,04 %
  01.01. - 31.12.07      28,33 %
  01.01. - 31.12.08     -15,73 %
  01.01. - 31.12.09      30,59 %
  01.01. - 31.12.10      61,14 %
  01.01. - 31.12.11        7,95
%
  01.01. - 31.12.12        0,00
%

  01.01. - 31.12.13     -31,67 %
  01.01. - 31.12.14        1,31 %
    01.01. -  heute            9,93 %        

 


 

Aus 1.000,00 Euro

Anfangskapital
am 01. April 2006

wurden

bis zum 06. Februar 2015

2.247,15 Euro. 

 

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