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Finanzwissen für Privatanleger
Exklusive Informationen

Kunde und Finanzvertrieb
Principal-Agent-Problem (1/3)



Statt langer theoretischer Erklärungen, die man z. B. unter www.wikipedia.de findet (http://de.wikipedia.org/wiki/Prinzipal-Agent-Theorie), einfach eine kleine Geschichte, welche die Interessensunterschiede zwischen Kunde und Finanzvertrieb verdeutlicht: Der DAX nahm von seinem Start am 23.06.1988 mit etwa 1.138 Punkten bis zum 31.12.2005 auf 5408 Punkte zu. Der Dow Jones Industrial Average Index nahm zwischen dem 31. Dezember 1899 und dem 31. Dezember 1999, von 66 Punkten auf 11.497 Punkte zu. Dies sind sehr langfristige Beispiele von Wertzuwachs und gute Argumente für Finanzvertrieb und Kunde. Überlegen Sie doch einmal welche Jahresrenditen in Prozent nötig sind, um diese Zuwächse zu produzieren? Die überraschende Antwort gibt es am Ende der Geschichte.

Dieser riesige Wertzuwachs geschah aus einem einfachen Grund: Im letzten Jahrhundert waren deutsche und amerikanische Unternehmen außerordentlich erfolgreich, und der Kunde konnte auf dieser Welle des Wohlstands reiten; der Finanzvertrieb eigentlich auch. Aber nun sind die Anleger auf einem Weg, der ihre Gewinne aus den Investments beschneidet. Diese Gewinnbeschneidung fügen sich die Anleger auch noch selber zu!

Die Erklärung für dieses Geschehen liegt in einer fundamentalen Wahrheit: Abgesehen von unbedeutenden Ausnahmen, wie z. B. Bankrotte bei denen die Unternehmensverluste durch die Eigentümer getragen werden, können die meisten Aktionäre genau das an Kapitalzuwachs erhalten, was ihre Unternehmen verdienen. Natürlich kann darüber hinaus noch Kunde A (Anleger) durch geschicktes Kaufen und Verkaufen sich mehr von diesem allgemeinen Wertzuwachs sichern. Dabei soll der Finanzvertrieb helfen. Dies geht dann natürlich zu Lasten anderer, nicht so cleverer Anleger.

Die meisten Anleger fühlen sich reicher, wenn die Aktien steigen. Aber ein Kunde (Aktionär) kann nur aussteigen, wenn jemand anders einsteigt. Wenn ein Anleger zu hohen Kursen verkauft, muss ein anderer hoch kaufen. Für alle Aktionäre zusammen ist es dasselbe, es gibt keine „Geldspritze“ von außen, die es der Gesamtheit der Anleger ermöglichen würde, mehr Ertrag aus den Unternehmen herauszuziehen, als diese selbst vorher verdient haben. Im Gegenteil, die Aktionäre bekommen weniger, wegen so genannter „Reibungskosten“. Und das ist des Entscheidende: Diese Kosten (Finanzvertrieb) sind zu hohen Beträgen geworden; der Kunde verdient weit weniger als er, historisch gesehen, verdienen müsste.

Um zu verstehen, wie der Finanzvertrieb diese Gebühren über die Zeit aufgebläht hat, stellen wir uns für einen Augenblick vor, dass alle börsennotierten Unternehmen in einem Land einer einzigen Familie gehören und immer gehören werden. Die Familie trägt den Namen „Steinreich“. Nach dem Bezahlen von Steuern auf Dividenden wird diese Familie – Generation für Generation – wohlhabender um den von ihren Unternehmen verdienten Gesamtbetrag. Natürlich gibt die Familie einiges von diesem Geld aus. Aber der Teil, den sie spart, addiert sich stetig zu ihrem Wohlergehen. Im Haushalt der Steinreichs wird jeder in demselben Tempo wohlhabender, und alles ist harmonisch...

 

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Börsenbrief  für den DAX,
Gold, Silber und Rohstoffe

 

 Gewinnentwicklung 

Wertentwicklung Börsenbrief für DAX, Gold, Silber und Rohstoffe

 

Börsenbrief mit
folgender Gewinnentwicklung:

  seit 01.04.2006      124,72%
  01.04. - 31.12.06      20,04 %
  01.01. - 31.12.07      28,33 %
  01.01. - 31.12.08     -15,73 %
  01.01. - 31.12.09      30,59 %
  01.01. - 31.12.10      61,14 %
  01.01. - 31.12.11        7,95
%
  01.01. - 31.12.12        0,00
%

  01.01. - 31.12.13     -31,67 %
  01.01. - 31.12.14        1,31 %
    01.01. -  heute            9,93 %        

 


 

Aus 1.000,00 Euro

Anfangskapital
am 01. April 2006

wurden

bis zum 06. Februar 2015

2.247,15 Euro. 

 

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