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Vermögen - Schulden
Geld und Inflation (7/8)



Die Inflation

 

Wichtig ist, dass Geld durch Inflation schleichend Kaufkraft verliert. So verlor z. B. die Deutsche Mark in ihrer Geschichte von 1949 bis Ende 2001 etwa zwei Drittel ihrer Kaufkraft durch Inflation. Wenn Sie also „realen“ Wertzuwachs erhalten wollen, müssen die Zinsen, die Sie bekommen, höher sein als die Rate der Inflation. Ein Beispiel, Sie erhalten vier Prozent Zinsen und die Rate der Inflation liegt bei zwei Prozent. Ihr realer Wertzuwachs gemessen in Kaufkraft liegt dann bei vier minus zwei gleich zwei Prozent. Dies wird auch als Realverzinsung bezeichnet.

Welche Rate der Inflation Sie persönlich in Ihrem Finanzplan (Kapitel 8 „Altersvorsorge – Finanzen langfristig planen“) zugrunde legen, bleibt Ihnen überlassen, aber so hoch wie die offizielle Inflationsrate sollte sie mindestens liegen. Die amerikanische Regierung hat einen netten Link veröffentlicht, an dem man die Inflation für den Dollar direkt ablesen kann: http://data.bls.gov/cgi-bin/cpicalc.pl.

Wie kann man sich vor der Inflation schützen? Auch das ist relativ einfach und logisch. Sie müssen über Eigentum verfügen an Sachen, die nicht beliebig vermehrbar sind. Geld-(Scheine) kann man ohne Ende drucken, auf Kontoauszügen riesige Zahlenkolonnen mit lauter Nullen schreiben, aber z. B. Edelmetalle wie Gold, Silber, Platin sind nicht unendlich herstellbar. Die Kaufkraft von Gold ist über Jahrhunderte gleich geblieben! Geld besteht vor allem aus Papier. Echte werthaltige Kunst wird nur in überschaubaren Mengen als solche anerkannt. Immobilien sind auch ein guter Schutz vor Inflation, wenn der Kauf nicht auf Kredit finanziert wurde. Immobilien werden erst dann wieder stark an Wert verlieren, wenn die Bevölkerung zurückgeht oder neue Immobilien auf den Markt kommen.

Wem nutzt eigentlich Inflation? Ganz klar, den Schuldnern, die kein Geld haben. Dies aber nur dann, wenn Sie feste Zinsen mit den Gläubigern vereinbart haben. Bei variablen Zinsen würden die Zinsen entsprechend der Inflation steigen. Wer aber ist in hohem Maße verschuldet? Die öffentlichen Haushalte und der Staat. Über eine Inflation kann sich ein Staat entschulden. In Deutschland ist dies im letzten Jahrhundert zweimal vorgekommen. Einmal 1923/1924 mit einer Hyper-Inflation, in deren Verlauf es Trillionen-Mark-Geldscheine gab und nach dem Zweiten Weltkrieg, als die Reichsmark nicht mehr viel wert war und durch die Deutsche Mark ersetzt wurde.

Zu diesem Mittel der Inflation wird es wahrscheinlich wieder kommen, denn auf diese Weise kann sich der Staat von den vielen, teilweise leichtfertig eingegangenen Verpflichtungen freimachen. Wahrscheinlich wird es diesmal schleichend passieren, um Härten wie 1923 zu vermeiden.

Ein Problem für diese Möglichkeit der Entschuldung ist die politische Konstruktion der unabhängigen Europäischen Zentralbank. Um diese zum Geld drucken zu bewegen, müssten sich erstmal alle Länder der Eurozone einig sein und dann noch die unabhängige Bank dazu zwingen. Aus Erfahrung wissen wir, das dies mindestens einige Jahre in Anspruch nehmen wird, wenn nicht gar unmöglich ist.

Die Amerikaner sind schon ein Stück (auch was die Verschuldung angeht) weiter, seit März 2006 wird die Geld-Menge M3 nicht mehr veröffentlicht. Auf diese Weise kann man im Verborgenen Geld drucken, da es keine „Anzeige“ mehr gibt, dass mehr Geld vorhanden ist. Ein Schelm, der Arges dabei denkt...

 

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