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Vermögen - Schulden
Zins und Zinseszins (2/8)
Der Zinseszins-Effekt
Wenn man aber die Zinszahlung nicht verbraucht, steht diese im Folgejahr als Anlagekapital zur Verfügung und bringt dann wieder Zinsen. Wenn die Zinserträge nicht entnommen werden, sondern wenn sie auf das bereits vorhandene Kapital draufgepackt werden, entsteht der sogenannte Zinseszins-Effekt. Albert Einstein bezeichnete den Zinseszins-Effekt als "größte mathematische Entdeckung aller Zeiten":
Abb. 7: Zinseszins u. Anfangs-Vermögen addieren sich zu Euro 32.484,00
Dem können wir nur voll und ganz zustimmen, wie leicht aus der obigen Darstellung zu entnehmen ist. Der Zinseszins-Effekt ist wirklich bemerkenswert, denn „ohne etwas zu tun, werden aus Euro 10.000,00 in dreißig Jahren bei einem Zinssatz von 4 % immerhin Euro 32.434,00, also mehr als das dreifache. Bei einem Zinssatz von 8 % sind es sogar Euro 100.626,60 nach dieser Zeitspanne durch den Zinseszins-Effekt. Dies bedeutet eine Verzehnfachung (!) des eingesetzten Kapitals, wie gesagt „ohne etwas zu tun“.
Ein anderes Beispiel: Wenn man nur 10 Euro monatlich anlegt und diese Zahlungen wieder mit 4 % verzinst bekommt, ergibt sich nach dreißig Jahren durch den Zinseszins eine Summe von etwa Euro 6.800,00 obwohl nur 3.600,00 eingezahlt wurden. Bei einem Zinssatz von 8 % verdreifacht sich die eingezahlte Summe auf circa Euro 14.300,00.
Die Konsequenz daraus ist: Hüten Sie sich vor Schulden, bilden Sie Vermögen, werden Sie Gläubiger, stellen Sie dieses Vermögen gegen Zins anderen zur Verfügung und bilden Sie mit dem Zinseszins weiteres Vermögen...
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