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Finanzwissen - Geld verdienen
  Einkommen und Steuer (6/6)



Die Steuer wirkt also offensichtlich ein wenig ausgleichend. Die attraktiven Einkommensarten werden relativ hoch besteuert. Dies bedeutet, von dem vielen Geld, welches verdient wird, muss nicht nur absolut sondern auch prozentual mehr an den Staat abgeführt werden. Falls, neben der Finanzierung der Staatsaufgaben, das Steuer-System das Ziel verfolgen sollte, eine Umverteilung des Einkommens von Personen mit hohen Einkommen zu Personen mit niedrigen Einkommen zu realisieren, dann ist dies offensichtlich gelungen. Dies zeigt auch die Abbildung auf dieser Seite.

Aus dieser Darstellung wird deutlich, dass 5 % der Steuerpflichtigen ein Einkommen von Euro 80.800,00 p. a. oder mehr verdienen. Diese 5 % der Steuerpflichtigen zahlen aber über 40 % aller Einkommenssteuern. Die Personen mit hohen Einkünften („Reiche“) zahlen also nicht zu wenig Steuer.

Wer also viel Geld verdient, ein hohes Einkommen hat, zahlt gleichzeitig viel Steuer, trägt also überproportional zur Finanzierung des Gemeinwesens „Deutschland“ bei. Jeder sollte in seinem Leben das Ziel verfolgen, so viel Geld zu verdienen und so automatisch zum Gemeinwohl beitragen. Wer also viel Steuer zahlt, tut erstmal etwas Gutes. Trotzdem steht die Zahlung dieser Abgabe in keinem guten Ruf.

 

 Abb. 3: Beitrag einzelner Einkommensgruppen zum Gesamtsteueraufkommen

 

Heerscharen von Beratern und Vermittlern umschwirren gerade die Klientel der hohen Einkommen mit Steuer-Sparmodellen. Dabei gibt es regelrechte Zyklen im Angebot. Waren es in den neunziger Jahren die Ost-Immobilien ging es dann weiter zu Filmfonds und später zu Schiffsbeteiligungen. Was dabei oft vor lauter Steuer sparen vergessen wurde: Wie hoch ist denn die Rendite? Wie viel  Geld muss investiert werden und wie viel Geld kommt dabei wieder heraus?

Eine mögliche Steuer-Ersparnis ist kein Kriterium für eine Investition. Rendite ist das alles entscheidende Kriterium. Auf eine positive Rendite muss dann die Steuer gezahlt werden. Und das ist auch gut so, denn die Steuer ist eine sehr gute Investition. Gerade in Deutschland existiert eine hervorragende Infrastruktur, eine trotz aller Probleme effiziente Verwaltung und ein vergleichsweise gut organisiertes Staatswesen.

Deutschland ist Exportweltmeister, daher können die Bedingungen für alle Teilnehmer am Wirtschaftsleben (also Steuer-Zahler) nicht schlecht sein. Deutschland hat eine friedliche Wiedervereinigung mit hohen Lasten hinter sich, ist mit einer um 30 % überbewerteten D-Mark in den Euro gegangen und schultert den größten Teils des Anpassungsdrucks, der durch die EU-Erweiterung entstanden ist. Wie es wohl heute in Frankreich oder Großbritannien unter denselben Gegebenheiten aussähe?

Es gibt in Deutschland ein hohes Maß an sozialem Frieden, die Streiktage je Beschäftigten sind europaweit am niedrigsten, es gibt keine Ausschreitungen frustrierter Jugendlicher oder Terroranschläge. Dies alles sind Umstände, die gerade auch für hohe Einkommen wichtig sind, da es in einem solchem Umfeld einfach leichter ist, den eigenen Erfolg aufzubauen und sich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Denn alles andere funktioniert in Deutschland „einfach so“.

Jeder profitiert also in einem hohen Maße von den Steuerzahlungen. Daher ist es fast widersinnig, mit hohem Aufwand Bargeld z. B. in die Schweiz zu bringen. Eine einfache Überweisung reicht ja nicht mehr aus, seitdem die Banken in Bedrängnis die Namen der Kunden herausrücken. Schneller als man denkt, hat man ein Verfahren wegen Steuerhinterziehung am Hals. Und das alles nur, weil man sich auf das falsche konzentriert hat, nämlich Steuer zu sparen, anstatt nach Möglichkeiten zu suchen, weiteres Einkommen zu generieren. Wer hauptsächlich Steuer sparen will, hört auf, sein eigenes Leben aktiv zu gestalten. Er akzeptiert vorgegebene Verhältnisse und passt sich an, anstatt sein Leben selbst in Hand zu nehmen.

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